Tok Tok vs Soffy O

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    Tok Tok vs Soffy O (Tok Tok Records / Berlin) Freundkarajan (Feinklang e.V. / Benztwon Artists / Stuttgart)
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  • Freitag, 16. Januar 2009 Tok Tok vs Soffy O (Tok Tok Records / Berlin) Freundkarajan (Feinklang e.V. / Benztwon Artists / Stuttgart) Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr An dem heutigen Abend schwelgen wir in Erinnerungen. Das neue Jahrtausend war noch äußerst jungfräulich, da wurde dem kommerziellen Großraum-House-Sound von Hymnen wie „Missy Queen is gonna die“ oder „Day Of Mine“ von Tok Tok vs. Soffy O ordentlich der Marsch geblasen. Und wir tanzten auf diesen neuen Electro-Sound aus der Hauptstadt stundenlang, u.a. im ersten Benztown Artists Projekt Wohlfahrt. In dieser Nacht ist endlich das Revival der guten alten Zeit angesagt! Tok Tok sind back in Town und haben sogar noch Soffy O im Schlepptau. Das war in den letzten Jahren nicht immer so. Nach den zwei besagten Superhits, die via Major-Power unters Volk gejubelt worden, dem ersten Album (2002) und den unzähligen Touren, verabschiedete sich Soffy O von dem Projekt in Richtung Schweden und reflektierte erst einmal genau, was alles passiert ist. In dieser Phase entstand auch ihr erstes Album „The Beauty Of It“, das von dem Kanadier Mocky produziert wurde und sich vom Electro abwandte. Während die Schwedin zwischenzeitlich an ihrem dritten Solo-Werk arbeitet, eine Mixture aus „lazy 80s Pop and modern cheese“, sind sich die beiden Tok Toks hingegen immer treu geblieben: Techno forever. Das waren Benjamin Weiss aka Nerk und Fabian Feyerabendt schon davor und auch wieder nach dem Trubel: „Da fängst du nicht gleich an, am Rad zu drehen, nur weil wir mal einen Charterfolg hatten. Also wir werden auf jeden Fall schön auf dem Teppich bleiben und uns weiterhin locker machen“, meinten sie damals. Eine Single für Nena war trotzdem noch drin und fortan ging sie wieder ihrem Alltag nach. Polternde Live-Gigs standen wieder auf dem Programm und darke, rohe Veröffentlichungen auf ihren Labels Tok Tok und V-Records. Nerk und Feyerabendt stammen aus der Berliner Hausbesetzer-Szene der frühen 90er. „Da gingen aber oft derbe und krasse Partys, auf denen wir dann aufgelegt und später live gespielt haben. Wir haben jede Party mitgenommen, scheiß egal, ob Geld oder nicht. Da haben wir uns dann auch unseren ersten Atari gekauft und einen Sampler, der stammte von einem Typen, der in so einer komischen christlichen Sekte war.“ Tok Tok waren schon immer liebenswerte Chaoten und wie das so ist, werden Chaoten öfters belohnt als zielgerichtete Streber. Während ihrer Zeit bei Bpitch Control lernte Feyerabendt Soffy O bei einem Blinddate in einem Berliner Club kennen, die sich als Sängerin outete und schwupps war „Missy Queen gonna die“ schon im Kasten und die Geschichte nahm ihren Lauf. Nun sind sie wieder vereint. Gut für sie und gut für die Romy. www.myspace.com/toktokmusic www.myspace.com/soffyomusic
  • Tok Tok vs Soffy O - Flyer front