Chris Liebing

  • Wer es immer noch nicht weiß, nicht kapiert hat oder auch einfach nicht wahrhaben will: Chris Liebing hat sich schon vor vielen Jahren vom Schranz verabschiedet, jene stupide hämmernde Techno-Mutation, die Liebing einst in den 90ern mitgeprägt hat und sogar Begriff gleich selbst erfunden hat und all die Buffalos und Zelthosen da draußen als Zielgruppe hatte. Die Zeiten sind aber längst vorbei. Chris Liebing macht heute das, was er eigentlich schon immer gemacht hat: grundehrlichen Techno. Auch wenn er manche alte Fans verkrault hat, sind unzählige neue hinzugekommen. Und sie da, die tragen nicht mal mehr Zelt und Plateau. Liebings Karriere kannte immer nur eine Richtung: nach oben. Auf seinem Weg vom ersten Gig 1995 im Frankfurter Omen zum weltweiten gefeierten DJ, Produzenten und Labelowner heimste der gebürtige Giessener mehrere Awards ab und trat vor wohl vor Millionen von Menschen auf. Vor einigen Jahren fasste Liebing auch erfolgreich auf Ibiza Fuß. Zuerst veranstaltete er zusammen mit Mauro Picotto die „Meganite“, später hostete er den Spin Club im Space. Der Spin Club ist zwischenzeitlich nicht nur eine Partyreihe auf Ibiza, sondern weltweite Veranstaltungen und auch ein neues Plattenlabel. Namenspate für sein neuestes Network war übrigens der Giessener Spin Club, wo sich Chris Liebing in den frühen 90ern sein ersten DJ-Sporen als Resident verdiente. Chris Liebing gilt als Freund von technischen Innovationen. Als einer der ersten überhaupt nutzte er Final Scratch, mittlerweile ist sein Set eigentlich mehr ein Live-Act, dass er über zwei Laptops und mehrere Geräte ansteuert, darunter auch eigens für ihn entwickelte Technik-Gagdets, wie z.B. einen WLAN-Controller, mit dem auch die Gäste spielen dürfen. Aktuell arbeitet Liebing an seinem lange erwarteten zweiten Album. Das Debüt „Evolution“ hat zwischenzeitlich immerhin schon über fünf Jahre auf dem Buckel, das auch noch mehr für den alten Chris Liebing steht. Zeit also, um seine eigentliche musikalische Evolution auf einem Tonträger zu dokumentieren. Aber erst mal wird nicht dokumentiert, sondern gefeiert: Am zweiten Weihnachtsfeiertag verlässt Chris Liebing extra für die Romy Kind und Kegel und donnert seinen unzähligen Stuttgarter Fans ein Set vor den Latz, dass selbst den Weihnachtsmann auf dem Rückweg ins All noch rockt. Denn wer die Spin Club CD/DVD von Liebing kennt, weiß, dieser Techno kickt gewaltig