Klubnacht - Ben Klock „One“ Record Release! + Interview

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    Lineup

    Berghain - Ben Klock „One“ Record Release! 00:00 h – 04:00 h Ryan Elliott (Ghostly) 04:00 h – 08:00 h Ben Klock (Ostgut Ton) 08:00 h – 09:00 h Dettmann/Klock 09:00 h – Ende Marcel Dettmann (Ostgut Ton) Panorama Bar 00:00 h - 04:00 h Stephan Hill (vidab) 04:00 h - 07:00 h Lil Tony (Versatile) 07:00 h – 10:00 h DJ Deep (deeply rooted house) 10:00 h – 14:00 h nd_baumecker (Freundinnen) Sonntags - Josh Wink Presents "When a banana was Just a banana" Album tour 14:00 h – 17:00 h Soundstream 17:00 h – 20:00 h Josh Wink (Ovum) 20:00 h – Ende Dixon (Innervisions)
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  • Gleich zwei Albumveröffentlichungen werden heute Nacht, beziehungsweise morgen Nachmittag gefeiert. So gibt es mit "One" ab nächsten Montag das Debütalbum von Ben Klock auf OstGut Ton käuflich zu erwerben. Nun ist es immer schwer, etwas in eigener Sache zu loben, aber was Ben mit diesem Album vorgelegt hat, setzt die Messlatte schon gleich am Anfang des Jahres verdammt hoch. Profimusiker diktieren Journalisten ja gerne Sätze wie "Es ist mein persönlichstes Album bisher" ins Aufnahmegerät, und auch wir sagen ungeniert: "One" ist das persönlichste Technoalbum, das wir seit langer Zeit gehört haben. Ein Grund zum Feiern fürwahr. Mit dem Detroiter Ryan Elliott und Marcel gibt es zudem ein DJ-Team, das sich darauf einigen kann, dass Techno immer noch eine der futuristischsten, emotional bewegendsten Musiken sein kann. Ein Stockwerk höher gibt es nachts House von Lil’ Tony, DJ Deep, Stephan Hill und nd, ab mittags wird dann nochmal ordentlich Kohle ins Feuer geschmissen. Nicht nur, dass Dixon wieder einmal einen seiner raren Gigs bei uns spielt, nein, nachdem es Josh Wink bei seiner Sonntagnachmittagspremiere kürzlich genauso gut gefallen hat wie euch, spielt er heute wieder, um sein Album "When A Banana Was Just A Banana" auf Ovum zu promoten. Interview Ryan Elliott Bitte stelle dich vor. Mein Name ist Ryan Elliott. Ich bin ein DJ sowie Editor und Remixer für Ghostly International und Spectral Sound. Ich bin in Detroit geboren, aufgewachsen und lebe immer noch dort. Ich wache morgens auf und denke an Platten. Wie ist dein persönlicher Blick auf das vergangene Musikjahr? Was hat dich am meisten bewegt, was eher gelangweilt? Mein Musikgeschmack hat sich ein wenig zu den Extremen verlagert – entweder zu purem Techno oder zu Deephouse. Weniger die Sachen, die dazwischen liegen. In letzter Zeit vor allem die kleineren, seriösen Undergroundlabels – vieles, was von Hard Wax oder Delsin kommt. Außerdem spiele ich gerade viele Sachen aus dem Keller: alte Tresor, alte Ifach, alte Pure Plastic. Die lauwarmen, gemäßigten Platten langweilen mich eher, egal in welchem Genre. Privat gehe ich immer noch gerne aus, auch wenn ich frei habe. Ich habe schon immer gesagt, dass sich unsere Szene unglaublich schnell verändert – man kann das mögen oder nicht. Ich bin generell so schnell von Sachen gelangweilt, dass ich diese Eigenschaft äußerst vitalisierend finde. Kannst du etwas mit den ganzen Techno/Dubstep Crossover Sachen anfangen? Labels wie Tectonic und Skull machen nicht nur für Dubstep Hörer und Käufer einen wirklich guten Job, sie konvertieren auch Leute, die ansonsten nur auf Techno und House abfahren. Es ist auch hilfreich, dass inzwischen in vielen Plattenläden und Onlinestores Techno, House und Dubstep direkt nebeneinander verkauft werden. Man sieht gerade „steppende“ Versionen von Techno Tracks und 4/4 Remixes von Dubstep Künstlern. Das bläst gerade eine frische Brise Wind in viele DJ-Sets und das ist natürlich immer eine gute Sache. Hast du eigentlich noch eine DJ-Residency in Detroit oder anderswo in den Staaten? Ich spiele mindestens an zwei Wochenenden im Monat in den USA. In New York, Los Angeles, Chicago und Detroit am häufigsten. Aber ich versuche auch in kleineren Städten aufzulegen, weil es auch da immer eine Handvoll Leute gibt, die die Musik wirklich verstehen und die selten die Gelegenheit bekommen, einen DJ von außerhalb zu hören. Wie ist denn die Situation in Detroit mit der vom Untergang bedrohten Automobilindustrie gerade konkret? Es ist seltsam. Das Leben scheint momentan nicht anders zu sein als zuvor auch. Ich möchte die schreckliche Lage in Detroit und der ganzen USA nicht herunterspielen, aber ich muss schon sagen, dass die Detroiter eine zähe Brut sind. Ja, die Lage ist schlecht, aber die Menschen gehen immer noch aus, haben immer noch Spaß und glauben immer noch an sich selbst. Setzt du große Hoffnungen auf Barack Obama? Ich bin wirklich begeistert. Um ehrlich zu sein, habe ich bei dieser Wahl das Beste gehofft, aber das Schlimmste befürchtet. Ich hatte vor vier Jahren auch nicht gedacht, dass Bush wiedergewählt wird – und er wurde. Die Vereinigten Staaten sind ein großes Land, und auch wenn man an der Ost- und Westküste große Städte hat, gibt es eine Menge Land dazwischen, auf dem viele extrem konservative Wähler leben. Präsident Obama ist nur ein Mensch, aber indem die Amerikaner ihn zum Präsidenten gewählt haben, zeigen sie, wie sehr sie sich den Wandel wünschen. Ich glaube, dass er die Welt zu einem besserem Ort machen wird. Vertrauen, Erkenntnis, Hoffnung, Mitwirkungsmöglichkeiten: das sind äußerst machtvolle Werkzeuge. Ryan Elliott spielt am Samstag, den 21. Februar im Berghain
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