Chris Tietjen & Robert Dietz

  • Nach einem Jahr elektronische Romy fahren wir die Ernte ein. Die schwäbische Gastfreundlichkeit wird in den deutschen Hochburgen des gepflegten Viervierteltakts, wie z.B. Berlin und Frankfurt, schwer geschätzt und bekannte Scheibendreher kämpfen in unserem knallharten Assessment Center um einen Resident-Platz. ? Chris Tietjen, Cocoon-Küken und wohl einer der jüngsten auflegenden Globus-Umrunder aller Zeiten, hat den Test bei seinem ersten Gig im Romy S. im August 2008 mit einer 1 und Sternchen bestanden. Der „Ziehsohn“ vom großen Sven wird 2009 der Romy drei bis vier Mal einen Besuch abstatten. Sein Karriereverlauf dürfte dem „feuchten Traum“ so vieler junger Männer entsprechen. Boris Becker gewann mit 17 zum ersten Mal Wimbledon, Chris Tietjen stand mit 19 zum ersten Mal in der DJ-Booth des imposanten Cocoon-Clubs, nachdem ihn Sven Väth bei einer privaten After-Hour entdeckt hat – Wunderknabe. Seitdem begeistert Tietjen erst im Frankfurter Club, später auf allen großen europäischen Festivals und auf Ibiza, dann auf der ganzen Welt mit einem Set, bei dem selbst gestandenen Meisterdrehern das Hören und Sehen vergeht. 2008 läutete Tietjen sogar neben Mentor Väth die Cocoon Season im Amnesia ein. Tietjens Stil bewegt sich zwischen groovigem Deep & Techhouse und hypnotischen Minimal, man kann aber auch treibende Techno-Tracks in seiner Plattenkiste wieder finden. Dennoch lässt sich sein Sound nicht exakt definieren und verspricht so immer wieder Überraschungen und viele Stunden voll grenzenloser Ekstase. Die Essenz seines Sets ist aber immer ein zwingender Groove, wie man es auch auf den von ihm zusammengestellten und gemixten Cocoon-Best-Of-Compilations der Jahre 2006 – 2008 bestens hört. Gerade im 2008 wandelte sich Tietjens Style noch mehr in Richtung House, angefixt von dem Sound seiner Rhein-Main-Area-Homies wie Reboot, Markus, Sascha Dive, Johnny D. oder eben jenem Robert Dietz, der ihn heute begleitet. Dietz veröffentlicht auf dem aktuellen Mannheimer Hype-Label Cecille und setzt, wie die gesamte Posse, auf positive Unbefangenheit – sprich, der Arsch muss wackeln. In seiner Eigenschaft als DJ agiert Robert Dietz mit der gleichen brennenden Leidenschaft. Die Musik enger Freunde wie Markus Fix, Reboot und den Menschen aus dem Oslo Umfeld bindet er gekonnt homogen an true school Techno, old school House und new school grooves. Londons T-Bar, das Offenbacher Robert-Johnson und Berliner Clubs wie die Arena oder das Kinzo konnten sich davon schon längst überzeugen. www.myspace.com/christietjen www.myspace.com/robertdietz