Ingo Boss with Minilogue

  • Manche lassen es im Januar eher ruhig angehen. Ey, erst mal gucken was so läuft und so. Die Romy glotzt hingegen. Aber mal ehrlich: rennt eine Lokomotive, wenn man keine Kohlen nachwirft? Wir haben zwar viel geschafft, aber des Perpetuum Mobile haben auch wir noch nicht erfunden. Deswegen: please welcome unser Mörder-Booking im Januar Minilogue! In DJ-Kreisen war das schwedische Duo mit ihren epischen Maxis auf Traum, Crosstown Rebels oder Wagon Repair schon längst ein Hit. Aber im Sommer 2008 erreichten Minilogue mit ihrem Opus Magnum „Animals“ auf Cocoon sogar das internationale Feuilleton. Auf zwei CDs und insgesamt 26 Tracks spannen Minilogue hierauf einen Bogen von cluborientierten wie visionären Minimal- und Techhouse-Tracks hin zu ruhigen, melodie-basierten Ambient-Nummern, was zurecht als eines der wichtigsten Techno-Alben des Jahres gefeiert wird. Hinter Minilogue verbergen sich Marcus Henriksson und Sebastian Mullaert. Ihr Name, eine Kreation aus Minimal und „Dialogue“ soll darauf hinweisen, dass sie Musik als Form von Kommunikation verstehen, was ihr Sound auch bestens transportiert. Minilogue lebt außerdem von den gegensätzlichen Einflüssen der beiden Protagonisten. Gerade auf „Animals“ zeigen sie ihre beiden Gesichter. Mullaert erhält eine klassische musikalische Ausbildung, spielt seit der Kindheit Geige, Klavier und erhält Gesangsunterricht. Bis ins Teenageralter hinein schwebt ihm eine Musikerkarriere im Konservatorium vor. Das ändert sich als er mit 17 Jahren beginnt in einer Popband zu spielen. Zudem machen ihn neue Musikgenres wie HYPERLINK "http://www.laut.de/lautwerk/techno/index.htm"Techno und HYPERLINK "http://www.laut.de/lautwerk/house/index.htm"House neugierig. Er geht regelmäßig auf Partys und trifft dort auf Marcus Henriksson, der in der kleinen schwedischen Provinzstadt Hassleholm Events für elektronische Musik organisiert. Hier beschließen sie gemeinsame Sache zu machen, Henriksson mit seinem Background als DJ, Mullaert mit seiner klassischen Ausbildung. Zunächst etablieren sie sich unter verschiedenen Pseudonymen in der Goa-Trance-Szene, finden aber ihre wahre Liebe mit dem minimalistischen und technoiden Projekt Minilogue, das sie innerhalb zwei Jahren weltweit branden und auch der Sven Fan von wird. Als Sahnehäubchen gesellt sich noch der spielfreudige Ingo Boss zu den Schweden. Der Frankfurter hat schon einige Male mit seinen grandiosen Sets der Romy den Arsch gerettet. Denn gelernt ist einfach gelernt: Boss hat sich erfolgreich im Haifischbecken Frankfurt hochgespielt, mehrere Label-Tourneen absolviert, ist tief im Cocoon-Geflecht verstrickt, macht tolle Scheiben und ist in erster Linie einfach ein dufter Typ.