Digitalism

  • Der folgende Absatz ist für alle unter Euch, die die 30 schon hinter sich haben(alle anderen können ihn getrost überspringen): Heute Abend legen bei uns DIGITALISM auf. Elektro-Platten. Dabei ist für das Verständnis vielleicht wichtig, dass jene Spielart von Elektro, deren signifikantes ‚k’ bereits den Aufgeweckteren unter Euch aufgefallen sein dürfte, auf eine Mutation bzw. eine Wucherung jenes Begriffes zurückzuführen ist, den ihr womöglich unter Electro (mit ‚c’ wohlgemerkt) versteht. Das hier hat weder mit niederländischen 90er Jahre Experimenten, noch mit vierviertelnden Gothik-Abarten zu tun. Die bratzigen Breitseiten, die DIGITALISM seit etwa vier Jahren in die verzerrten Fressen der unkontrolliert schwitzenden New Rave Kids schmettern, gelten bei Fans und Presse als das Fetteste, was es in diesen Breitengraden zu erfahren gibt. Neo-Electro für bunt gekleidete Tausenschaften, der allerdings auch im Groove zu überzeugen weiß und anders als bei einigen Kollegen, nicht nur gerade auf die zwölf gibt. Die beiden Hamburger haben sich dementsprechend mittlerweile neben Boys Noize und Justice in der obersten Riege dieses Sounds platziert, was sich auch in ihren Remixarbeiten für die Klaxons, die Test Icicles oder die Futureheads wiederspiegelt. Für das französische Überflieger-Label KITSUNE, auf dem sie ihren ersten Longplayer „Idealism“ 2007 releasen, gelten DIGITALISM mittlerweile als bestes Pferd im Stall. Ist ja auch klar, wenn da auf einmal zwei Jungs auf der Matte stehen, die bei der Album-Tour ganze Festival-Heere in tollwütige Elefantenherden verwandeln (was ihrem vornüber kippenden Filtergitarren gelegentlich auch die Bezeichnung „Stadionrave“ eintrug). Hört doch nur mal „Pogo“, den Feel-Good-Hit-Of-The-Summer der letzten Saison, an und Ihr wisst wovon die Rede ist. Rave’n’Roll sag ich... Ja, heute wird es eine lange Schlange geben. Ja, seid besser früher da...