Appetite: Lapalux Eprom Romare

  • Venue
    Gretchen
    • Obentrautstr.19-21; 10963 Kreuzberg; Berlin; Germany
  • Date
    Fri, 7 Nov 2014
    23:30 - 08:00
  • Attending
    • 26
  • *8 € before 0h, 12 € after* *all tickets cash at night * no presale* LAPALUX: RECORD RELEASE PARTY. Lapalux, spätestens bekannt seit seinem glitzernden Bootleg Remix von Gwen Stefani’s „Luxurious“, geht heute bei uns gemeinsam mit Eprom an den Start, um sein neues Album mit uns zu zelebrieren. Infolge einer ersten EP wird das Label Pictures Music im Jahre 2008 auf den talentierten Künstler Stuart Howard, so Lapalux’ bürgerlicher Name, aufmerksam. Nachdem auch seine Remixe (u.a. für die beiden Ninja Tune Künstler Fink und Bonobo) immer wieder für Verblüffung sorgen, nimmt ihn Chiptune-Mastermind Flying Lotus unter seine Fittiche. Im Gegensatz zu den Jazzattitüden seines Mentors bringt Lapalux schwere, zerstückelte Beats mit atmosphärischen Vocals in Verbindung - ganz im Sinne des melancholischen Genreentwurfs. So erscheint im Februar 2012 auf Brainfeeder die 7-Track starke EP „When You’re Gone“, und der allgemeine Favorit dürfte wohl „Moments“ sein, eine Kooperation mit der Londoner Sängerin Py. Die dezent jazzigen Texturen mit elektrisierenden Downtempobeats und souligen Vocals sind der perfekte Soundtrack für ein sonniges Wochenende. Durch das Zerstückeln bekannter Harmonien gelingt es Lapalux, Kitsch zu vermeiden. Da, wo andere Produzenten nur einfache Striche zeichnen und Ideen aufblitzen lassen, malt Lapalux komplette Soundlandschaften, die irgendwo im Koordinatenkreuz von GlitchHop, R’n’B und Pop liegen. Mit seinem Debütalbum „Nostalchic“ erkundet er ein Terrain zwischen Electronica, weitgehend instrumentalem Future R’n’B und weiteren Spielarten urbaner, synthschwanger-elektronischer Musik mit zerhacktem Funk-Einfluss. Da passt es ganz gut, dass der gute Mann jeden seiner Tracks als eigenständigen Planeten ansieht, in dessen Atmosphäre man sich verlieren kann. Um diese Orientierungslosigkeit perfekt zu machen, wurden einige Parts noch durch analoge Tonbandgeräte gejagt und mit gesammelten Alltagsgeräuschen verquirlt. Besonders Lapalux’ Spiel mit der menschlichen Stimme, die er deformiert in seine Tracks einbaut, sorgt dafür, dass es nichts zu verstehen gibt. Es geht um’s Fühlen - das ist der Trick! Auch die sorgfältig konstruierten Alben „Metahuman“ und „Halflife“ von Eprom entziehen sich jeder klaren Kategorisierung: Bounciger Hip Hop und UK Bass, garniert mit Future-Garage und IDM-Einflüssen. Irgendwo zwischen dem maximalen Sound von Warps Rustie, ravigem US-Dubstep und den ausgeklügelten Oldschool Beats eines Addison Grooves gibt’s hier viel Bass, vertrackte Rhythmen und tightes MPC-Feeling zu bestaunen. In Box 2 liefert uns Kalle Kuts (G.I. Disco) den Sound, der hierzulande in den späten 70er, 80er und frühen 90er Jahren immer zuerst im US Army Radiosender AFN sowie den Clubs der in West-Deutschland stationierten US-Soldaten zu hören war. Er spielt diese unheimlich groovigen Tunes zwischen Soul, Funk und Disco, die den Einfluss der G.I.s auf die Popkultur der 80er Jahre zeigen. http://soundcloud.com/lapalux https://soundcloud.com/eprom https://soundcloud.com/delfonic https://soundcloud.com/sarahfarina https://soundcloud.com/kallekuts
  • Appetite: Lapalux Eprom Romare - Flyer front