Grounded Theory 25 with DJ Bone, Milton Bradley, Anthony Parasole, Hound Scales & Subkutan

  • DJ Bone aus Detroit ist wie seine Heimatstadt kompromisslos, independent, eine Legende und damit über jeden Hype erhaben. Dieser Undergroundheld trägt den rauen Geist von Techno schon seit Dekaden in den Rest der Welt. 1996 entdeckte Laurent Garnier ihn und lud ihn erstmals als Headliner nach Europa, genauer gesagt in den Rex Club Paris, ein. Auf seinem Label Subject Detroit erscheinen immer noch wegweisende Produktionen. Wenige können von sich behaupten, an fünf Nächten in drei verschiedenen Clubs allein in Detroit zu performen, DJ Bone's technisch absolut virtuose Sets waren zudem zeitweise noch live in seiner Show für das Deep Space Radio zu hören. Er ist einer der innovativsten DJs unserer Zeit und investiert all seine Energie in den Techno der Zukunft. Milton Bradley ist ebenfalls seiner Heimat verbunden und gestaltet die Technoszene Berlins als Produzent und DJ mit. Ende der Achtziger schwappte Acid House aus Belgien über, er begann bald Platten zu sammeln und so ist der Aufbau von Milton's Sets mit der Zeit immer vielschichtiger geworden. Düsterer, experimenteller Techno findet hier Raum neben industriellen Sounds und irisierenden, feinen Texturen.  Mit ersten, eigenen Veröffentlichungen auf Perc Trax und Prologue, die als komplex, zugleich deep und wegen ihrer Oldschoolästhetik gefeiert wurden, gewann er das Interesse vieler internationaler Clubs. Nach dem Label "Do Not Resist The Beat" und dem Sublabel "The End of All Existence", das eher mit atmosphärischen, fast cineastischen Technoproduktionen aufwartet, folgte die Gründung von "K209" mit Henning Baer. 2012 wurde dann noch "Alien Rain" ins Leben gerufen, dessen Releases wiederum ihre Inspiration aus den Acid House Zeiten schöpfen. Auch New York hat eine Instanz zu bieten, Halcyon ist einer der weltweit bekanntesten Plattenläden. Das Label "Deconstruct Music", zusammen betrieben mit Levon Vincent, brachte wieder frischen Wind auf die Dancefloors der Metropole. Aus diesem Umfeld kommt Anthony Parasole, der letztes Jahr mit "TYSON" einen wirklich herausragenden Track in die hungrigen Venen all jener injizierte, deren Herz für Deep House schlägt. 2013 folgte dann "Atlantic Ave", eine Kollaboration mit Phil Moffa, nicht minder die Sinne raubend.  Hound Scales stammt aus einer Künstlerfamilie in Brooklyn, arbeitet nachts und fährt deshalb wohl auf verspulten, perkussiven Hybridtechno ab. Viel weiß man nicht über den Avantgardisten Nico Jacobsen. Er mag japanische Kleidung, schaut durchschnittlich sieben Filme pro Woche und nimmt uns in dieser Nacht mit auf eine Reise in dunkle Leftfieldgefilde. 
Mit den Vertigo Parties in Leipzig hat Subkutan eine Plattform für die dortige Szene geschaffen. Sein Sound passt sich der Kulisse an; harte, trockene Kickdrums stampfen unermüdlich durch eine postindustrielle Tristesse. Doch zwischen diesem nicht abbrechenden Puls fügt der Pionier melancholische Klänge ein, erweitert das Spektrum stetig und schafft eine lebendige Technoskulptur. 
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