Klubnacht - Podium Nacht + Interview

  • Len Faki lädt wieder einmal zur Podium-Nacht. Dieses Mal mit Planetary Assault Systems, ein Pseudonym, das Luke Slater seit immerhin schon 1993 für seine härteren Technoplatten auf Peacefrog verwendete. Inwiefern er bei seinem heutigen Set andere Akzente, bzw. härter auflegen wird, als er das normalerweise unter seinen bürgerlichen Namen tut, können wir nicht sagen –gehen wir aber mal davon aus. In der Panorama Bar spielt heute einer der Hoffnungsträger für ein tolles Musikjahr 2008: Hercules and Love Affair aus New York. Der junge Mann mit roten Haaren und breitem Kreuz hat mit „Clasique2/Roar“ die beste DFA-Maxi im letzten Jahr veröffentlicht, sein selbst betiteltes Album kommt im März. Disco, Hi-NRG und Oldschool-Chicago Tracks mit Gesang u.a. von Antony (and the Jonsons). Neben der neuen Kelley Polar momentan unser Lieblingsalbum! Auflegen wird er wohl auch eher deepen House, wo er mit unserem anderen Import-DJ Kai Alcé aus Atlanta auf einer ähnlichen Wellenlänge liegen dürfte. Interview Hercules and Love Affair Bitte stelle dich vor. Mein Name ist Andy Buttler. Ich bin ein Songwriter, Produzent und DJ. Mein erstes Album, auf dem auch ein paar von meinen Freunden singen, kommt im März auf DFA heraus. Einer der Sänger, Antony, ist ein wundervoller Künstler mit einer gesegneten Stimme und ich bin so dankbar, mit ihm arbeiten zu können. Ansonsten mag ich Techno und Disco. Und ich freu mich schon darauf, für die Leute in der Panorama Bar Platten aufzulegen! Ist es dein erster Besuch in Berlin? Nein, ich war schon ein paar Mal da. Ich freu mich am meisten darauf, zwei, drei Freunde von mir zu sehen, die ich schon seit langem kenne und wiedersehen will. Und ich will, wenn alles gut klappt, eine ganze Nacht lang tanzen wie ein Derwisch! Warum nennst du dich Hercules and Love Affair? Der Name kommt von meiner Liebe zur griechischen Mythologie, mit der ich mich seit meiner frühen Kindheit beschäftige. Er spielt auf eine Liebesgeschichte an, die Hercules, immerhin der stärkste Mann auf der Welt, zum Weinen bringt wie ein Baby. Außerdem beziehen sich auch viele der klassischen Acid-House- oder Disco-Produzenten auf die griechischen Sagen, wie zum Beispiel Adonis, Hercules oder Plato’s Retreat. Deine Musik hat auch deutliche Verweise auf Oldschool Chicago House oder Italo Disco. Ich mache Musik, bei der ich mich an meine liebsten und frühesten Clubnächte erinnern kann. Auch wenn ich erst 10 Jahre alt war, als Acid House einschlug und House in voller Blüte stand, hab ich dann mit 15 meine musikalische Ausbildung nachgeholt und viele Classics kennen und lieben gelernt. Was hast du gemacht, bevor du im letzten Jahr deine erste Platte veröffentlicht hast? Seit meiner Kindheit schreibe ich Musik, Platten kaufe und lege ich auf, seitdem ich 15 Jahre alt bin. Bevor ich angefangen habe, richtig Musik aufzunehmen und an meinem Album zu arbeiten, hab ich so unterschiedliche Sachen gemacht wie als freier Musikjournalist oder Kellner zu arbeiten. Ich hab gehört, dass dein Lieblingsstar eine echte Sau ist: Miss Piggy. Welche Charakterzüge faszinieren dich an ihr? Miss Piggy ist ein starkes weibliches Schwein, das imponiert mir. Sie ist zwar manchmal etwas launisch und neigt zu körperlichen Gewaltausbrüchen, was ich unentschuldbar finde, aber sie ist eine Sau mit großer Selbstachtung und einem erstklassigen Gespür für Fashion! Hercules and Love Affair spielt am Samstag, den 23. Februar in der Panorama Bar.
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