Klubnacht - Ibadan Nacht

  • Ibadan, 1995 von dem damals noch in New York wohnenden und wirkenden Jerome Sydenham gegründet, war lange Jahre hinweg auch kreatives Aushängeschild der dortigen Deephouse-Szene. Neben Sydenham prägten Dennis Ferrer, Kerri Chandler und Joe Claussell den Sound der Stadt, der damals gar nicht musikalisch genug sein konnte. Spätestens mit Jeromes Umzug nach Berlin vor ein paar Jahren änderte sich auch die Ausrichtung Ibadans: die Platten wurden, wen wunderts, technoider, trackiger, europäischer. Dass Jerome sich in verschiedenen musikalischen Welten beheimatet fühlt und diese in seinen Sets auch miteinander verbinden kann, hat er nicht zuletzt bei uns schon oft gezeigt. Und so bringt er auch heute seine alten New Yorker Weggefährten Slam Mode, den Detroiter Ausnahme-DJ Derrick May und den frischen Singapurer Psychedeliktechno-Produzenten Xhin auf einem Floor zusammen. Auch die Panorama Bar glänzt heute mit einem der interessantesten Bookings im Monat: Zuerst Macro, dann Innervisions und reanimierter Chicagoer Oldschool-House. Peter Kruder holt sein kürzlich verpasstes Panorama-Bar-Debüt nach, Oliver Ho spielt sicherlich Stücke seines tollen, düsteren Chamber Music Albums, auf dem er Avantgarde-Streicher und Holzbläser-Voodoo auf ultra-präsente Beats legt. Kürzlich wurde das selbstbetitelte Album von Virgo aus dem Jahr 1989 wiederveröffenlicht, ihr Live-Act dürfte ein Fest für Liebhaber von Trax Records oder Dancemania werden. Ein Fest auch sicherlich die Berliner Live-Premiere von Âme: Frank spielt live, Kristian wird mit Dixon Platten auflegen.